Finden, Fragen, Forschen Den Forschergeist wecken
In Kooperation mit: "Extavium Potsdam"
1.Kurze Projektbeschreibung:
„Finden Fragen Forschen-Den Forschergeist wecken!“ ist eine Projektidee von Constanze Scholz und Nadine Hensel der Evangelischen Hochschule Berlin des Studiengangs „Elementare Pädagogik“. Es befasst sich mit der Weiterentwicklung der Fortbildungsangebote für ErzieherInnen und Kindheitspädagogen im Bereich der „Naturwissenschaftlichen-und mathematischen Grunderfahrung. Die Projektidee basiert auf eine praxisnahe Fortbildung in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Mitmachmuseum „Extavium“ in Potsdam.
2. Ausführliche Projektbeschreibung:
2.1 Der Status Quo
Wir alle kennen die Problematik, ob Eltern, Erzieher oder Schüler-Wenn es um Naturwissenschaften geht sind sich viele Menschen einig –„Damit hab ich nichts am Hut“. Wo aber haben wir unseren Zugang für die Naturwissenschaften verloren? In der Ausbildung? In der Oberschule? In der Grundschule? Oder doch vielleicht im Kindergarten? Aus eigenen Erfahrungen lässt sich beschreiben, dass der Bildungsbereich „Naturwissenschaftliche-und mathematische Grunderfahrung“ in Kindergärten unter den ErzieherInnen wenig Zuspruch findet- ein fataler Umstand für den „ganz natürlichen Forschergeist“ des Kindes. Woher aber kommt diese Ablehnung bezüglich des Themas? Schlummert in ihnen etwa eine Angst, den naturwissenschaftlichen Fragen der Kinder nicht gerecht zu werden? Finden sie keinen Weg ihnen auch dieses Thema nahe zu bringen?
In den Bildungsprogrammen der Bundesländer in Deutschland wird die „Naturwissenschaftliche-und mathematische Grunderfahrung“ als ein zu fördernder Bildungsbereich beschrieben. „Das Staunen ist der Beginn der Naturwissenschaften“ (Aristoteles). Diesen Moment müssen wir erfassen. Es ist der Beginn die Welt in all Ihren Facetten zu begreifen.
2.2 Projektidee
Unter Betrachtung dieses Hintergrundes hielten wir es für ausschlaggebend, für die Entwicklung in dem Bereich „ Naturwissenschaftliche-und mathematische Grunderfahrung“ bei den Kleinsten zu beginnen: Das Ziel unseres Projektes soll sein, dass Erzieherinnen (wieder) Freude ohne Ängste im Bereich der „Naturwissenschaftlichen-und mathematischen Grunderfahrung“ finden und ein Verständnis entwickeln, verschiedene Themenbereiche dieses Komplexes auf einfache Weise zu vermitteln. Nicht das Erläutern der Formeln und Gleichungen soll dabei im Vordergrund stehen, sondern der Spaß am Entdecken vieler einfacher Phänomene – durch das Experimentieren. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir mit dem Preisgeld für die Umsetzung des Projektes von 1000 Euro ErzieherInnen die Möglichkeit bieten, eine Fortbildung in dem Bildungsbereich der „Naturwissenschaftlichen- und mathematischen Grunderfahrung“ abzuleisten. Diese Ausbildung wird in dem Mitmachmuseum „Extavium“ in Potsdam stattfinden. Die Fortbildungen für ErzieherInnen stehen als ein erster Denkanstoß für eine andere Herangehensweise an die Thematik. Ziel dieser Projektidee ist es, 50 ErzieherInnen (werden über die Trägerschaften der Kindertagesstätten in Berlin und Brandenburg ausgewählt) die Möglichkeit zu bieten, eine kostenfreie Fortbildung (aufgeteilt auf vier Termine im ersten Jahr) in Anspruch zu nehmen, welche sich von ähnlichen Fortbildungsangeboten unterscheidet. Im „Extavium“ wird den ErzieherInnen eine einzigartige Fortbildungskombination geboten. Der Leiter des Mitmachmuseums arbeitet täglich mit Kindern und kennt die alltäglichen Sorgen und Arbeitsumstände der ErzieherInnen. Somit bezieht er diese in seine Fortbildung ein und erweitert den Blick für die Umsetzung des Bildungsbereiches. Diese Kombination von Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und fachlichem Wissen in den Naturwissenschaften ist einzigartig in Deutschland und soll durch unser Projekt zukunftsweisend entwickelt werden. „Wissenschaftler versuchen in den Einrichtungen die Naturwissenschaft genauer zu erklären, jedoch fehlt oft der Hintergrund in der Arbeit mit Kindern“, so Werner, Leiter des „Extaviums“. Unsere Idee zu neuen Fortbildungsstrukturen ist zunächst unscheinbar, jedoch verbirgt diese die einzigartige Möglichkeit, einen wahren und zugleich in der Zukunft tragenden Umgang im Elementarbereich im Bereich der Naturwissenschaften zu gewähren. Wird dieses Thema in Zukunft gleichbleibend betrachtet, so beinhaltet dieser Fakt, dass das fehlende Basiswissen im Bereich der Naturwissenschaften in der Schule weiterhin bei den meisten auf Desinteresse stößt und wir somit einen enormen Mangel an Fachkräften im Sektor der Naturwissenschaften vorfinden werden. „Unser Land ist auf die heranwachsenden Menschen angewiesen – ein Land mit wenig Rohstoffen und einer geringen Anzahl an Naturwissenschaftlern, die für die Weiterentwicklung Deutschlands verantwortlich sind? Das ist kein Land, welches sich als Wirtschaftsmacht weiterhin etablieren kann!“, so Werner. Durch unsere Projektidee setzten wir bezüglich der beschriebenen Thematik nicht erst im Schulalter an, sondern bringen den Bildungsbereich tatsächlich in die KiTas zu unseren Kleinsten. Wir schaffen eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung des Basiswissens im Bereich der „Naturwissenschaftlichen-und mathematischen Grunderfahrung“, an welches in der Schule angeknüpft wird-wir bringen unsere ErzieherInnen wieder zu den Naturwissenschaften, da sie als wichtige Bezugspersonen als Vorbild für unsere Wissenschaftler von Morgen agieren. Die Kinder bilden hier das benötigte und überlebenswichtige Basiswissen für das Bestehen der Naturwissenschaft in den Köpfen der Schüler aus.
2.3 Nachhaltigkeit
Ziel ist es, dass die Projektidee in Zukunft die Fortbildungslandschaft für ErzieherInnen erweitern wird. Dadurch erhalten nicht nur die geplanten 50 ErzieherInnen die Chance einen „neuen“ Zugang zur „Naturwissenschaftlichen- und mathematischen Grunderfahrungen“ zu erhalten, um mit den Kindern den „Forschergeist zu wecken“. Um dies umzusetzen haben wir uns einer Weiterfinanzierungmöglichkeit zugewannt, die unser Projekt auch in der Zukunft tragbar macht. Es ist wichtig, dass ein Kontakt zu weiteren Hochschulen und Erzieherfachschulen aufgebaut wird, um unseren beschriebenen Ansatz weiterzuleiten. Es könne dadurch angehende ErzieherInnen und Kindheitspädagogen in der Ausbildung einen Blick auf die beschriebene Thematik erlangen. Auch wir haben eine solche Fortbildung im Rahmen unseres Studiums vollzogen und könnten (wieder) einen Zugang zu dem Thema erhalten. Um den bereits ausgebildeten ErzieherInnen eine Fortbildungsmöglichkeit anzubieten, möchten wir das Projekt an u.a. das „Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg“ weiterleiten, um es langfristig als Fortbildungsangebot in Berlin / Brandenburg anzubieten und zu etablieren. Bei dem Vorhaben wird die Projektidee von dem wissenschaftlichen Mitmachmuseum „Extavium“ in Potsdam auch in Zukunft unterstützt.
Kontakt
Evangelische Hochschule Berlin
Studiengang Elementare Pädagogik Nadine Hensel und Constanze Scholz Evangelische Hochschule Berlin Studiengangsbeauftragte: Prof. Dr. Natascha Naujok Postfach 37 02 55 14132 Berlin findenfragenforschen@gmail.de